Mittwoch, 19. November 2014

Ist Gott wirklich ein liebevoller Vater?



Nomen est omen

 Wie wir jemanden ansprechen sagt ganz viel über unsere Beziehung zu ihm.
    Stellt euch vor ihr würdet die Anrede hören:
    Wird gemacht, Chef: ihr wüstet sofort, in welchem Verhältnis die beiden zueinander stehen
    Aber natürlich, Liebling: auch hier wäre sofort klar, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen.
    Gute Nacht, mein Kleines: auch hier bräuchte es keiner weiteren Überlegung.
    Ihr habt gerufen, Herr: hier könnte man vermuten, dass ein Sklave seinen Meister anspricht.

Das Patriarchat

     Über all die Jahrtausende der Menschheitsgeschichte hinweg bis ins 20. Jahrhundert dominierte eine Gesellschaftsform alle Kulturen der Menschheit.
    Keine andere Gesellschaftsform war für die Menschheit so prägend wie diese: das Patriarchat.
    Also die Vorrangstellung und die Dominanz des Mannes als Vater.

    Das Patriarchat war zunächst einmal eine Eigentumsordnung
    Es war der Patriarch, das Familienoberhaupt dem der ganze Besitz und die Menschen seines Hauses selbst gehörten.
    Die Ehefrau und auch die Töchter waren Besitz des Mannes bzw. Vaters.
    Wenn man also eine Tochter heiraten wollte, musste man dem Vater zuerst einen Brautpreis bezahlen. Man musste ihm die Tochter sozusagen abkaufen, sie aus seinem Besitz lösen.
    In patriarchalischen Gesellschaften war es durchaus möglich, dass ein Ehemann neben seiner Ehefrau auch noch Verkehr mit einer anderen, unverheirateten Frau hatte.
    Problematisch wurde es nur, wenn er ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau hatte, denn dann vergriff er sich an Besitz eines anderen Mannes.
    Die Problematik war also keine sexualethische, sondern eine besitzrechtliche.

    Patriarchat war aber mehr als eine Eigentumsordnung. Es war gleichzeitig eine Gesellschaftsordnung und eine Weltanschauung.
    Eigentumsordnung, Gesellschaftsordnung, Weltanschauung und Religion war in der Antike eine Einheit. Das gehört alles zusammen.
    Daher gab es auch keine vielfältigen Gesellschaftsordnungen oder Weltanschauung, so wie das heute der Fall ist.
    Da haben alle dieselbe Religion, alle die gleiche Weltanschauung und alle waren fest eingeordnet in der einen Gesellschaftsordnung.

    Jahrtausende lang war die allgemeine Vatererfahrung eines jeden Kindes zutiefst geprägt vom Erlebnis des Hausvaters.
    Jeder Mensch beginnt sein Leben in einem Haus.
    Den Begriff Familie gibt es im Altertum noch gar nicht.
    Der Begriff Familie entsteht erst im 18. Jahrhundert. Man gehörte nicht zu einer Familie, sondern zum Hause des…
    Und die kleinbürgerliche Familie, also Vater, Mutter und zwei Kinder in einem kleinen Häuschen oder einer Wohnung, sind dem Altertum völlig unbekannt.
    Zu einem Haus in der Antike gehörten üblicherweise 30-50 Personen.
    3-4 Generationen
    Eine große Anzahl Kinder
    Unverheiratete Verwandte
    Sklaven und Bedienstete
    Und die Macht über dieses ganze Haus hatte eben der Hausvater oder Hausherr.
    Alle anderen waren unter seiner Vormundschaft, selbst seine Ehefrau.
    Der Hausvater hatte auch das Recht, seine Kinder zu töten. Darin bestand früher kein Unrechtsbewusstsein, sondern es stand in der Macht des Hausvaters, jene Kinder zu töten, die er nicht wollte.
    Wurde im alten Rom ein Kind geboren, hat man es nackt vor die Füße des Hausvaters, Dominus, gelegt.
    Hat er das Kind angelächelt, durfte es leben
     hat er sich abgewandt, wurde es in den Tiber geworfen oder sonst entsorgt.
    (daher stammt übrigens auch der Ausdruck: Sein Angesicht über jemandem leuchten lassen-im Sinne von jemandem gnädig sein).
    Wenn ein Kind missgebildet oder verkrüppelt war, war es chancenlos.
    Auch ab dem dritten Mädchen war die Wahrscheinlichkeit groß, dass jedes weitere Mädchen entsorgt würde. (ist zum Teil heute in Indien noch genauso)
    Jungs wurden durchnummeriert. Primus, Sekundus, Tertius…

    Genau dieses Vater-Modell wurde dann auch auf die Politik übertragen.
    Die Grunderfahrung des Hausherren wird dann auch zum Modell für den Landesherren, den Fürsten oder König oder Kaiser.
    Fürsorger, aber v.a. Herr und Herrscher über Leben und Tod.

    Und jetzt kommt ein entscheidender Schritt in den frühen Kulturen: es wird diese Grunderfahrung des Hausvaters, diese Gesellschaftsstruktur auch auf die Götterwelt übertragen.
    Alle Religionen des Altertums sind polytheistisch, haben also viele Götter.
    Und in allen Hochkulturen auf der ganzen Welt, ob bei den Sumerern, Babyloniern, Ägyptern, Azteken, Maya oder sonst wo war der oberste Gott immer der Göttervater.
    Der Chef im Götterhimmel, im Pantheon, ist immer ein Vater
    Der oberste Gott der Römer war Jupiter und da steckt ja das Wort „pater“ drin, also Vater.
    Und diese Götterväter sind dann die Erzeuger der anderen Götter.
    Die Struktur der Götterwelt spiegelt die gesellschaftlichen Verhältnisse in der jeweiligen menschlichen Kultur wieder
    Man projiziert so menschenähnliche Verhältnisse auf die Götterwelt.
    Hausvater-Landesvater-Göttervater
    Das war das System des Altertums und hat sich gegenseitig stabilisiert und legitimiert.

    Und man spürt, dass in dieser Dominanz des Vaters, in seinem Herrschaftsanspruch, seiner Macht und Gewalt auch eine schlimme Fehlentwicklung steckt.
    Wo von der biblischen Schöpfungsordnung her dem Vater vor allem eine fürsorgliche Rolle zugedacht wurde, da hat sich das ganz schnell einseitig entwickelt zu einer dominierenden und beherrschenden und oft unterdrückenden Rolle.

    Das erste Buch Mose macht deutlich, wie sich etwas in der Rolle des Mannes verändert hat nach dem Sündenfall. Gott spricht strafend und zur Frau:
    1.Mose 3,16: Du wirst dich nach deinem Mann sehnen, doch er wird über dich herrschen.«
    Gen 10:8  Kusch war auch der Vater von Nimrod, dem ersten Gewaltherrscher auf der Erde. … Zuerst herrschte er über die Städte Babel, Erech und Akkad, …. Von da aus zog er in das Land Assur und gründete dort Ninive …
    Jetzt beginnt menschliche Gewaltherrschaft, Macht und Dominanz.

    Neben dem Sündenfall gibt es aber noch weitere kulturgeschichtliche Gründe, die zu dieser Vorherrschaft des Mannes geführt haben. Warum war denn der Mann vorherrschend und nicht die Frau?
    Man geht von drei Hauptgründen aus:
1.      Die körperliche Überlegenheit des Mannes. Er ist schlichtweg größer und stärker, also rein körperlich überlegen!
2.      Der Mann ist weniger beschäftigt mit Schwangerschaft und Stillen
    Bei 10-20 Kindern war die Frau hauptberuflich schwanger!
    Es begann ab dem 14. Lebensjahr und ab dann war sie eigentlich durchgehend schwanger.
    Und wenn sie nicht schwanger war, musste sie ihre Kinder stillen, und das nicht nur ein paar Wochen, sondern oftmals mehr als ein Jahr.
    Da bleibt kaum die Möglichkeit für andere Aktivitäten übrig, da ist man ans Haus gebunden.
    Da hat eine Frau keine Zeit für Politik oder Kunst oder Philosophie.
    Und wenn das letzte Kind geboren war, war die Mutter oftmals tot! Sterben im Kindsbett.
3.      Das Sperma des Mannes kann man mit bloßem Auge sehen, aber die Eizelle ist unsichtbar.
    Erst mit der Erfindung der Mikroskope konnte man entdecken, dass es eine Eizelle gibt: 1827 (Karl Ernst von Baer)
    Erst dann konnte man erkennen, dass ein Mensch 50 % vom Mann stammt und 50 % von der Frau!
    Man ging zuvor davon aus, dass das Sperma in die Frau hineingeht und dort in der Gebärmutter der Frau einfach ernährt wird, heranwächst, dann geboren wird und natürlich dann dem Vater gehört.
    Die Frau ernährt das ungeborene Kind nur, aber hat sonst nichts damit zu tun.
    Die Frau trägt einfach nur das Kind des Mannes aus.
    Erst das Mikroskop hat die Gleichberechtigung der Frau ermöglicht!

    Die ganze alte Welt beruht also auf dem Fundament dieses Systems des Hausvaters, des Landesvaters und des Göttervaters.
    Wer daran etwas ändern würde, würde an der gesamten Menschheit etwas ändern!

Gott stellt sich vor

Das Alte Testament

    Wir machen einen Sprung ins Alte Testament und schauen uns, wie sich das dort verhält.
    Natürlich ist auch das Alte Testament vom Patriarchat geprägt.
    Die Gesellschaftsstruktur war nicht wesentlich anders als in anderen antiken Völkern.
    Aber jetzt gibt es einen entscheidenden Moment in der Geschichte des Volkes Israel.
    Das Volk Israel ist in ägyptischer Gefangenschaft.
    Auch dort herrschen extreme patriarchale Strukturen.
    Der Hausvater,
    Der Pharao als Landesvater, der ein eisernes Regiment ausübt
    Und der Göttervater Re, der ägyptische Sonnengott.
    Und das Volk Israel erlebt nun die Gewaltherrschaft dieser Väter.
    Besonders natürlich die Gewaltherrschaft des Pharao, der wiederum der Stellvertreter des Göttervaters auf Erden ist.
    Sie sind die Zwangsarbeiter dieses Landesvaters.
    Und nun erscheint Gott dem Mose im Dornbusch und offenbart sich.
    Und er offenbart sich gerade nicht als Göttervater, nicht als übermächtiger Vater, sondern ganz anders.
    Aus diesem Exodus heraus entwickelt sich die jüdische Religion und sie entwickelt sich nicht als Vaterreligion!
    Das mag euch vielleicht komisch vorkommen, aber es ist so:
    Lasst uns einmal anschauen, wie Gott im Alten Testament bezeichnet wird. Welcher Name oder Titel wird für ihn gebraucht?

    Am häufigsten wird Gott in der Bibel mit seinem Namen angeredet, nämlich Jahwe.
    Über 6800 mal
    Wir merken das nur nicht, weil in unseren Bibeln das Wort Jahwe konsequent durch das Wort HERR wiedergegeben wird.
    Und Jahwe ist kein Titel sondern tatsächlich ein Name, so wie Martin ein Name ist.
    Der zweithäufigsten Name ist dann einfach Gott, elohim, also ein Titel
    Ca. 2500 mal
    Adonai, Herr ca. 450 mal
    Zebaoth (Herr der himmlischen Heerscharen) ca. 250x
    König ca. 150x
    Aber wie oft wird Gott im AT direkt mit Vater angeredet, wo das doch der häufigste und allerwichtigste Titel alle anderen Götter ist?
    Insgesamt nur 15x.
    Die seltenste Gottesbezeichnung im AT
    Torah: 1x, ganz am Ende
    Psalmen: 2x (dabei ist es doch das Gebetsbuch)

    Wir merken also, dass sich die Bezeichnung „Vater“ im Alten Testament nicht durchgesetzt hat, im Gegensatz zu allen anderen Völkern.
    Gott wollte bewusst nicht identifiziert werden mit dem patriarchalen Macht- und Gesellschaftssystem der damaligen Zeit.
    Er wollte sich nicht einreihen unter die Götterväter, Gewaltherrscher, die Despoten, die Unterdrücker, für die die Menschen nur Bedienstete, Zwangsarbeiter oder notwendiges Übel waren.
    Gott tritt vielmehr gegen die Väter auf, denn er ist der Befreier!
    Man kann eine befreiende Erfahrung des Exodus nicht mit dem Unterdrückernamen in Zusammenhang bringen!
    Dieses verzerrte, dominante Vaterbild, das musste in der Bibel erst einmal gründlich beseitigt werden, damit es dann bei Jesus ganz neu entstehen konnte.
    Aber wie wollte Gott den genannt werden? Wie hat er sich denn vorgestellt?
    Gott erscheint Mose und stellt sich vor als Jahwe, der Gott der Hebräer.

Gott der Hebräer

    Die moderne Bibelwissenschaft geht davon aus, dass der Begriff Hebräer eigentlich nichts  anderes bedeutet wie Sklave oder Zwangsarbeiter.  (habiru)
    Gott ist der Gott der Hebräer, also der Gott der Zwangsarbeiter!
    Das muss man sich einmal vorstellen:
    Alle anderen Götter sind die Götter der Herrschenden, der Könige, der Landesväter, der Fürsten, der Oberen und Mächtigen.
    Und dieser Gott, der die Israeliten aus Ägypten erretten will, ist der Gott der Zwangsarbeiter.
    Kein Wunder kann sich der Pharao  überhaupt keine Vorstellung von diesem Gott machen, als Mose ihm sagt, dass er von Gott der Hebräer gesandt wurde.
    Ein Gott der Zwangsarbeiter, das ist ihm gänzlich unbekannt. So etwas gibt es doch nicht, ein Gott für Zwangsarbeiter!
    Das wäre genauso absurd wie eine Krone für einen Bettler oder ein Kochlöffel für einen Soldaten.

    Und jetzt lesen wir einmal diese Bibelstelle, in der Gott sich mit Namen vorstellt:
    Ex. 3,14: Gott antwortete: "Ich bin euer Gott, der für euch da ist. Darum sag den Israeliten: 'Ich bin für euch da' hat mich zu euch gesandt. Ja, Jahwe hat mich geschickt, der Gott eurer Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. - Denn das ist mein Name für alle Zeiten. Alle kommenden Generationen sollen mich mit diesem Namen anreden, wenn sie zu mir beten.

Jahwe

    Der Name, mit dem alle Generationen Gott ansprechen sollen ist Jahwe.
    Was bedeutet dieser Name?
    Jahwe ist ein hebräisches Wort und zwar ein substantivierter Infinitiv von haia, was zunächst einmal »sein« bedeutet.
    Und dieses Wort ist schwierig zu übersetzen. Luther hat vor 500 Jahren einfach übersetzt »ich bin, der ich bin.«
    Aber die moderne Bibelwissenschaft hat inzwischen große Fortschritte gemacht und kann dieses alte Wort heute tatsächlich übersetzen.
    Man hat herausgefunden, dass dieses haia im Hebräischen ein enklitisches Verb ist. Das sind seltene Verben, bei denen das Objekt genannt werden muss, weil sie so stark auf das Objekt bezogen sind.
    Ich singe – geht, abgeschlossener Satz.
    Ich schlafe – geht
    Ich umarme – geht nicht. Da muss man nennen, wen man umarmt. Man kann sich ja nicht selbst umarmen.
    Und beim Namen Gottes muss eben genannt werden, für wen Gott da ist. Es reicht eben nicht nur zu sagen: Mein Name ist »ich bin«.
    Und daher ist die korrekte Übersetzung dieses Jahwe: »ich bin für euch da« oder »ich bin für dich da«.

    Da steckt das Volk Israel mitten in der Sklaverei und Gott erscheint ihnen nicht als Göttervater, sondern als Retter und stellt sich vor als Gott der Hebräer, der Zwangsarbeiter mit dem Namen: ich bin für euch da!
    Er solidarisiert sich mit den Sklaven und Zwangsarbeitern und verspricht ihnen, für sie persönlich da zu sein.
    Das ist unser Gott! Kein Wunder soll man keine anderen Götter neben ihm haben, denn alle anderen Götter sind eine Rückkehr in das alte System der Unterdrückung und Dominanz!
    Wenn also in der damaligen Zeit den Menschen vor allem die eine Seite des Vaters bewusst war, nämlich die herrschende und dominante, dann wird durch Jahwe die andere Seite des Vaters wieder betont und ans Licht gebracht, nämlich die fürsorgliche: ich bin für euch da.

    Und damit stellt das Judentum eine Gefahr für alle antiken Kulturen dar, für das antike Gesellschaftssystem und es wurde immer wieder verfolgt und bedroht.

    Wenn wir also nah dran sind an Gott, dann merken wir, dass unser Gott eine ganz ausgeprägte fürsorgliche Seite hat.
    Gott ist für uns
    Gott ist für uns da
    Gott ist zutiefst fürsorglich.
    Dieses Bild will uns die Bibel vermitteln, darum ist der Begriff »Vater« eine so seltene Bezeichnung für Gott im Alten Testament, um mit den damaligen Vatervorstellungen gründlich aufzuräumen.

Jesus und der Vater


    Und nachdem die Torah und das Alte Testament aufgeräumt haben, kann Gott in Jesus nun ganz neu und unbelastet als Vater bezeichnet werden.
    Und darum finden wir im neuen Testament den Begriff Vater für Gott ganz häufig.

    Jesus bezeichnet Gott in den Evangelium 170-mal als Vater.
    Plötzlich wird Vater zur zentralen Eigenschaft Gottes
    Und in Jesus selbst ist dieser fürsorgliche Vater Mensch und gegenwärtig geworden.
    Und in seiner väterlichen Fürsorge heilt er die Kranken, speist er die Hungrigen, weckt er die Toten auf, reinigt er die Aussätzigen, befreit die Besessenen und vergibt den Sündern!
    Jetzt ist dieser Jahwe, der für mich da ist, leibhaftig in Jesus für mich da!
    Und wenn Jesus betet, dann bezeichnet er Gott als Vater.

Abba

    Und zu guter Letzt geht Jesus  noch einen Schritt weiter:
    Er verwendet für Gott das intimste Wort, das man für Vater nur verwenden kann: Abba.
    Abba bedeutet auch Vater, aber in seiner zärtlichsten Form, so dass man es am besten mit Papa oder Vati übersetzen könnte.
    So spreche ich meinen Vater an, wenn ich Kind bin, wenn ich ganz in seiner Fürsorge und Obhut bin.
    Und auch bei Jesus gab es einen Moment grösster Bedürftigkeit, wo er die Fürsorge Gottes am nötigsten hatte, und genau da spricht er Gott sogar mit dem Wort Abba an:
    Mk.14,36 »Abba, Vater«, sagte er, »dir ist alles möglich. Lass diesen Leidenskelch an mir vorübergehen. Doch dein Wille geschehe, nicht meiner.«

    Gott ist der fürsorgliche Vater und steht im krassen Gegensatz zu den dominierenden Herrschern des Himmels und der Erde.
    Er ist durchdrungen  von Fürsorge, von Mitleid und Erbarmen
    Sein häufigster Name in den Evangelien ist »Vater«
    Und sein häufigster Name in der gesamten Bibel ist »Jahwe«
    Der Gott, der auf der Seite der Schwachen steht und dessen Name lautet: ich bin für euch da. Ich bin für dich da.

(grosse Teile dieser Gedanken entstammen einem Vortrag von Professor Siegfried Zimmer, den er im Rahmen von "Worthaus" gehalten hat)

Kommentare:

  1. Danke für diese wichtigen Ausführungen

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  2. Es ist schön, dass sie diese Informationen zusammengetragen haben. Dennoch sollten sie die Fairness zeigen, gerade bei der Menge an "Entlehnungen" ihrerseits von Prof. Dr. Siegfried Zimmer, ihn als (Inspirations)Quelle für diesen Artikel zu nennen. Das ggf. nur mit einem kleinen Sommerferienlektüre-Tipp, in einem anderen Artikel auf ihrer Seite, auf Worthaus und Siegfried Zimmer abzugelten, wird seiner eindrücklichen und beeindruckenden Arbeit nicht gerecht. Trotzdem, finde ich sehr gut, dass sie diesen Artikel erstellt haben.

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  3. Vielen Dank für den Hinweis, ich habe es am Ende des Artikels ergänzt.

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  4. Danke für Ihren hilfreichen Artikel. Sie schreiben darin: Man hat herausgefunden, dass dieses haia im Hebräischen ein enklitisches Verb ist." Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir hierzu eine Quellenangabe machen könnte, von welchem Theologen oder Linguisten diese Entdeckung stammt. Da ich eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema plane, wäre ich Ihnen für einen Hinweis sehr dankbar, denn bis jetzt bin ich dazu nicht fündig geworden. Viele Grüße, Olaf

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  5. Das habe ich von Prof. Siegfried Zimmer in einem Vortrag. Habe ihn auf die schnelle leider nicht gefunden.

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